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Norwegen hat gerade das Auto mit Verbrennungsmotor abgeschafft: 97,6 % Marktanteil für Elektrofahrzeuge

Im November 2025 erreichte Norwegen einen erstaunlichen Marktanteil von 97,6 % für Elektrofahrzeuge. Hier erfahren Sie, wie sie das geschafft haben und was das für den Rest der Welt bedeutet.

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Futuristische verschneite norwegische Autobahn mit eleganten Elektrofahrzeugen und Nordlichtern

Der Haken: Der Verbrennungsmotor ist tot (in Norwegen)

Es ist offiziell. Wenn Sie heute in Norwegen ein Benzinauto kaufen, sind Sie eine statistische Ausnahme. Sie sind die 2,4 %.

Im November 2025 erreichte Norwegen einen historischen Meilenstein, der noch vor einem Jahrzehnt unmöglich schien: 97,6 % aller neu zugelassenen Personenkraftwagen waren vollelektrisch. Von den 19.899 Neuwagen, die auf die Straße kamen, waren 19.427 batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs).

Das ist nicht nur ein Ausrutscher. Es ist das Endspiel. Die bisherigen Jahreszahlen für 2025 zeigen einen Marktanteil von Elektrofahrzeugen von 95,2 %, gegenüber 88,8 % im Jahr 2024. Während der Rest der Welt über Vorschriften und Ladeinfrastruktur debattiert, hat Norwegen bereits die Ziellinie überschritten.

Technische Analyse: Wie sie es gemacht haben

Norwegens Erfolg war keine Zauberei; Es war eine Meisterklasse in Politik und Infrastruktur.

Der Richtlinienstapel

Das „norwegische Modell“ basiert auf einem einfachen Prinzip: Machen Sie die grüne Wahl zur günstigen Wahl.

  • Steuerbefreiungen: Jahrelang waren Elektrofahrzeuge von der hohen Kaufsteuer und der Mehrwertsteuer von 25 % befreit, die auf Autos mit fossilen Brennstoffen erhoben wurde. Während für High-End-Elektrofahrzeuge ein Teil der Mehrwertsteuer wieder eingeführt wurde, bleibt der Preisunterschied entscheidend.
  • Nutzungsanreize: Fahrer von Elektrofahrzeugen profitieren von ermäßigten Straßenbenutzungsgebühren (oft 50 %), Zugang zu Busspuren und ermäßigten Fährpreisen.
  • Der „Verschmutzer zahlt“: Hohe Steuern auf Benzin- und Dieselautos subventionieren effektiv die Anreize für Elektrofahrzeuge.

Die Infrastruktur

Sie können keine Elektrofahrzeuge verkaufen, wenn die Leute sie nicht aufladen können. Norwegen verfügt über eines der dichtesten Ladenetze der Welt. Von Oslo bis zum Polarkreis sind Schnellladegeräte allgegenwärtig. Die Angst, „kein Saft mehr zu haben“, ist aus der nationalen Psyche weitgehend verschwunden.

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Kontext: Ein einsamer Anführer

Um das Ausmaß dieser Leistung zu verstehen, muss man sich die Nachbarn ansehen.

  • Europäische Union: Der EU-Durchschnitt für den BEV-Marktanteil liegt im Jahr 2025 bei etwa 16,4 %.
  • Vereinigte Staaten: Die USA wachsen zwar, liegen aber je nach Bundesstaat immer noch im einstelligen oder niedrigen Zehnerbereich.

Norwegen lebt faktisch in der Zukunft – etwa 10 bis 15 Jahre vor dem globalen Durchschnitt. Sie sind der Testfall dafür, was passiert, wenn ein Netz vollständig elektrisch wird. Das Ergebnis? Sauberere Luft, ruhigere Städte und ein Stromnetz, das – entgegen den Befürchtungen der Skeptiker – nicht zusammengebrochen ist.

Impact: Was das für Sie bedeutet

Warum sollte man sich für ein kleines skandinavisches Land interessieren? Denn Norwegen ist die Kristallkugel der globalen Automobilindustrie.

  1. Altautos sind in Schwierigkeiten: Wenn Sie ein Autohersteller ohne ein überzeugendes Angebot an Elektrofahrzeugen sind, können Sie in einem reifen Markt einfach nicht bestehen. In Norwegen sind Marken, die schleppend vorankamen, aus den Bestenlisten verschwunden.
  2. The Resale Cliff: Der Wert gebrauchter Benzinautos in Norwegen sinkt. Wer möchte schon ein Stück veralteter Technologie kaufen, dessen Treibstoff und Steuern teuer sind? Dieses „Asset Stranding“ stellt ein Risiko für Besitzer von Benzinautos weltweit dar, da die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen zunimmt.
  3. Mythos über kaltes Wetter aufgeflogen: Norwegen ist kalt. Sehr kalt. Dennoch dominieren Elektrofahrzeuge. Das Argument, dass „Elektrofahrzeuge im Winter nicht funktionieren“, wurde durch Millionen norwegischer Kilometer, die bei Minusgraden zurückgelegt wurden, empirisch widerlegt.

Kaufberatung

Wenn Sie sich der Revolution anschließen möchten (wo auch immer Sie sind), orientieren Sie sich am norwegischen Drehbuch. Die Bestseller in Norwegen sind oft die praktischsten und wintertauglichsten Elektrofahrzeuge.

  • Tesla Model Y: Durchweg das meistverkaufte Auto in Norwegen. Er kommt gut mit dem Winter zurecht, hat eine große Reichweite und das Supercharger-Netzwerk ist unübertroffen.
  • Volvo EX30/EX90: Gebaut für nordische Winter, werden sie zu einem festen Bestandteil auf norwegischen Straßen.
  • Volkswagen ID.4/ID.7: Solide, zuverlässige Optionen, die auf dem Markt Fuß gefasst haben.

Das Urteil: Das Zeitalter des Benzinautos ist vorbei. Norwegen hat gerade das Licht ausgeschaltet.

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Quellen (2)

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