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Ripple erhält US-amerikanische National Trust Bank-Lizenz

In einer historischen regulatorischen Wende hat das OCC Ripple die bedingte Genehmigung für eine National Trust Bank-Lizenz erteilt. Hier ist der Grund, warum dies alles verändert.

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Eine majestätische, moderne Banktresortür mit einem leuchtenden digitalen Ripple-Logo, das die Verschmelzung von traditionellem Finanzwesen und Krypto symbolisiert.

Was ist passiert?

Das Amt des Währungsprüfers (OCC) hat Ripple Markets offiziell die bedingte Genehmigung für eine Gründungsurkunde der National Trust Bank erteilt. Diese historische Entscheidung macht Ripple zu einem der ersten großen krypto-nativen Unternehmen, das sich neben den Peer-Zulassungen für Circle und BitGo den Status einer Bundesbank in den Vereinigten Staaten gesichert hat.

Dieser Schritt durchdringt effektiv den „regulatorischen Schleier“, der die Kryptoindustrie lange Zeit vom traditionellen US-Bankensystem getrennt hat. Während „vorbehaltlich“ bedeutet, dass Ripple noch bestimmte Anforderungen vor der Eröffnung erfüllen muss, wie etwa endgültige Kapitalzuführungen und Compliance-Framework-Prüfungen, signalisiert die Charta ein endgültiges Ende der jahrelangen Feindseligkeit zwischen den Bundesbankenaufsichtsbehörden und dem Kryptosektor.

Wichtige Details

  • Federal Preemption: Als nationale Treuhandbank wird Ripple nun hauptsächlich durch das OCC reguliert, was vielen Geldtransmittergesetzen auf Landesebene zuvorkommt. Dies vereinfacht ihren Compliance-Aufwand in 50 Staaten drastisch.
  • Treuhandbefugnisse: Die Charta erlaubt Ripple, Vermögenswerte für institutionelle Kunden mit der höchsten Treuhandpflicht zu verwahren, eine entscheidende Voraussetzung für die Einführung an der Wall Street.
  • Die „Bundle“-Genehmigung: Ripple war nicht allein. Das OCC genehmigte gleichzeitig Anträge von Circle (Emittent von USDC) und BitGo, was eher einen koordinierten Politikwechsel als eine einmalige Ausnahme signalisiert.
  • RLUSD-Integration: Die Charta bietet eine staatlich regulierte Startbahn für Ripples Stablecoin RLUSD und positioniert ihn möglicherweise als bevorzugtes Abwicklungsinstrument für regulierte US-Institutionen.

Warum es wichtig ist

Das Ende der „Debanking“-Risiken

Die existenzielle Bedrohung für Kryptofirmen war jahrelang der Verlust von Bankpartnern (der sogenannte „Chokepoint 2.0“). Indem Ripple selbst eine Bank wird (insbesondere eine National Trust Bank), verringert es seine Abhängigkeit von Drittvermittlern für Verwahrungs- und Abwicklungsvorgänge. Eine Trust-Charta gewährt zwar keinen direkten Zugriff auf das Diskontfenster oder die Einlagensicherung der Federal Reserve wie eine vollständige Charta für Geschäftsbanken, sie ist jedoch ein gewaltiger Schritt in Richtung staatlicher Betriebssicherheit.

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Institutionelle Schleusen

Große Vermögensverwalter wie BlackRock und Fidelity benötigen Depotbanken unter Bundesaufsicht. Staatliche Chartas (wie die New York Trust Charter) sind stark, aber eine OCC National Charter ist der Goldstandard. Diese Genehmigung beseitigt die letzte „regulatorische Unsicherheit“ als Entschuldigung für zögerliche institutionelle Allokatoren, die die Infrastruktur von Ripple für die Abwicklung von tokenisierten Vermögenswerten nutzen möchten.

Die Hintergrundgeschichte

Diese Genehmigung erfolgt nach einem zermürbenden, mehrjährigen Kampf. Der ehemalige amtierende Rechnungsprüfer Brian Brooks hat in den Jahren 2020–2021 die Idee krypto-nativer Nationalbanken ins Gespräch gebracht (erinnern Sie sich an die „Fintech-Charta“?). Die nachfolgenden Regulierungsbehörden der Biden-Regierung haben diese Initiativen jedoch weitgehend eingefroren.

Der Pivot im Jahr 2025 stellt eine völlige Umkehr dar. Es folgt dem klaren Scheitern der Strategie „Regulierung durch Durchsetzung“ und erkennt an, dass die Integration von Kryptofirmen in das Bundesbankensystem eine bessere Aufsicht bietet, als sie ins Ausland zu verdrängen. Nachdem Ripple die SEC bis zum Stillstand bekämpft hatte, ist er nun effektiv aus dem Getümmel der Wertpapierrechtsstreitigkeiten „aufgestiegen“ und in die Ebene der staatlich zugelassenen Finanzinstitute aufgestiegen.

Was kommt als nächstes?

Zeitleiste:

  • Q1 2026 (Einführung): Ripple wird voraussichtlich alle Auflagen erfüllen und die „Ripple National Trust Bank“ offiziell für den Geschäftsbetrieb eröffnen.
  • Fed Master Account Battle: Der nächste logische Schritt ist die Beantragung eines Federal Reserve Master Accounts. Im Falle einer Genehmigung könnte Ripple Zahlungen direkt mit der Fed abwickeln und die Geschäftsbanken vollständig umgehen. Erwarten Sie hier einen Rechtsstreit, ähnlich dem Kampf der Custodia Bank, obwohl das politische Kapital von Ripple derzeit auf einem Allzeithoch ist.
  • RLUSD-Erweiterung: Es ist mit einer aggressiven Vermarktung von RLUSD bei US-Banken zu rechnen, die es nicht nur als Stablecoin, sondern als „staatlich gecharterten, von einer Bank ausgegebenen Abwicklungs-Token“ anpreist.

Das Urteil

Dies ist der Moment, auf den die Kryptoindustrie gewartet hat. Die Ära des „Wilden Westens“ ist offiziell vorbei und wird durch die Ära der Federally Chartered Crypto ersetzt. Für Ripple ist dies wohl ein größerer Gewinn als ihr Teilsieg über die SEC. Bei einer Klageverteidigung geht es um Überleben; Bei einer Bankcharta geht es um Dominanz. Durch die Sicherung des gleichen Regulierungsstatus wie die ältesten Treuhandbanken in Amerika hat Ripple seinen Platz als dauerhafte Säule der US-amerikanischen Finanzabwicklung gefestigt.

Quellen

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